The Art of War: Gewinnen ohne zu kämpfen

Über den Strategie-Klassiker von Sun Tsu (540 BC). Aus Managementsicht siehe auch Roger Martin. #2

Ein Gedanke zu „The Art of War: Gewinnen ohne zu kämpfen

  1. Ich dachte immer, beim Krieg ginge es darum, zu gewinnen. Martin drückt die Hoffnung aus, dass die andere Seite genügend Einsicht hat, um es nicht zum Krieg kommen zu lassen: von dieser Hoffnung scheint alles abzuhängen. Zitat: „You only want to engage in competitions where you can create a win without creating a loser who will keep on attacking you.“ Wenn ich das recht verstehe, dann reicht es nicht aus, am Wettbewerb teilzunehmen, und gewinnen zu wollen, sondern man soll sich auch Gedanken um diejenigen machen, die den Wettbewerb verlieren. Das ist weit gedacht, weit weg vom Sport bspw. wo es (bisher) darum geht, schneller, stärker, schlauer zu sein – was in der Vergangenheit als schwierig genug angesehen wurde. Während ich verstehen kann, woher Martin (und evtl. Sun Tzu) kommt (es klingt vernünftig), kann ich mir die Leader und deren Follower, die das umzusetzen vermögen, nicht wirklich vorstellen. Nachher: die Gleichsetzung von Familie und Angestellten ist problematisch, wenn „Familie“ nicht mehr das ist, was es mal war (zu Zeiten von SunTzu): selbst im ländlichen, weißen, christlichen Arkansas, wo ich lebe, ist es schwer, ein Kind zu finden, das nicht aus einer Scheidung kommt! Von welcher Familien-Realität sind Martins Hoffnungen gespeist? Vielleicht sieht es im kommunistischen China noch anders aus?

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